Jetzt ist es auch uns einmal passiert - leider haben wir einen Datencrash erlitten und konnten lediglich wieder auf die Seite zugreifen, nachdem wir ein Datenbank-Backup vom Februar 2017 aufgespielt haben.
Somit haben wir leider alle Beiträge und leider auch angemeldete Benutzer nach Februar 2017 verloren....

Wir werden alles geben, aber wie es aussieht sind die ganzen rtikel, News und Meldungen seit Februar weg :-O ....grrrr......

Mit viel Mühe werden wir aber auch in Zukunft wieder posten und berichten wie es uns beim plastikfreien und unverpackten Leben so ergeht uns was uns so alles auf- und einfällt.

Also - bleibt bei uns, meldet Euch bitte wieder an und nochmals ein dickes "Entschuldigung!", aber so ist sie halt die schöne neue digitale Welt....

Aus Emmendingen für Euch

MiCa

 

Bei einem Nachmittagsspaziergang entdeckt - hier hat das Elzwasser einige Plastiktüten an die Bäume gespült.

Mülltüten am Elzufer

Eine einfache, wenn auch erschreckende Antwort auf die Frage - "...und wie soll der Müll den ich gerade ins Gebüsch gepfeffert habe von hier aus ins Meer gelangen?..."

Unsere Heimat, Emmendingen, hat keine nennenswerte Großstadt in nächster Umgebung, geschweige denn im Einzugsgebiet der Elz. Sie kommt aus dem ländlichen Elztal geschlängelt. 
Dennoch finden wir bei jedem unserer Spaziergänge so einiges an Müll am Ufer und im Wasser. Wann endlich werden wir begreifen, das jeder Müll, den wir in die Landschaft werfen in irgendeiner Form, irgendwann wieder auf uns zurück kommt?
Abgesehen davon, soll es auch in der Elz Lachse geben und nicht nur die Wale sterben an Plastik im Bauch, auch unsere heimischen Tiere fressen unseren Plastikmüll und leiden und sterben daran.

Alleine schon der Begriff "Wegwerfen" ist irreführend und scheint bei einigen den Verstand zu beruhigen (oder, schlimmer: auszuschalten). Ein "weg" gibt es nicht, denn wo soll das sein? 
Auf unserem Planeten gibt es kein "weg" denn irgendwo muss der Müll ja hin. Einzig ein "aus den Augen, aus dem Sinn", oder "Ich seh es ja nicht mehr, dann ist es weg."
Doch spätestens wenn der Fisch den wir essen wollen voller Mikroplastik und Giftstoffen ist, wenn es uns an die eigene Gesundheit geht, dann gibt es wieder einen kurzen Aufschrei über die schlimme Umweltverschmutzung.
Der einzige Weg ist und bleibt zugleich auch der einfachste - einfach weniger - oder am besten kein - Plastikmüll mehr produzieren und mit dem der sich nicht vermeiden lässt sorgsam umgehen. Denn auch Plastikmüll kann Rohstoff sein - wenn er bewusst recycelt wird.

Auch das trügerische Gefühl "ich habe meine Plastiktüten und Kunststoffabfälle ja in den gelben Sack geworfen" trügt ganz leicht. Dazu muss man sich nur mal informieren wie viel und welcher Kunststoffmüll eigentlich wie recycelt werden kann und wird. (Infos dazu vom NABU).
Außerdem wird von manchem Artgenossen der, leicht zerreißbare, Gelbe Sack schon Tage vor dem Abholtermin ins Gebüsch gepfeffert, geht kaputt und wir wundern uns dann woher der ganze herum fliegende Plastikmüll herkommt und irgendwann in den Flüssen landet.

Wir haben es ausprobiert - auch ohne sich großartig verbiegen zu müssen, ist es ohne große Schwierigkeiten möglich seinen Plastikbedarf und Kunststoffmüll enorm zu reduzieren. Es muss ja nicht unbedingt gleich "zero-waste" sein, aber wenigstens die Bereitschaft etwas für unseren Planeten zu tun, einen bewussten Umgang mit den Ressourcen kann man doch wohl von uns Menschen erwarten, oder? 
Und wenn es nur aus Angst um die eigene Gesundheit ist...

Irgendjemand hat mal gesagt, der Mensch sei das intelligenteste Lebewesen - wenn man sich ansieht wie wir mit dem Planeten der ihn ernährt umgeht, kommen uns da durchaus Zweifel auf...

MiCa

Und wieder einmal wurde ein toter Wal mit von Plastikmüll verstopftem Magen gefunden.

An der norwegischen Insel Sotra wurde ein toter Schnabelwal gefunden, dessen Innereien mit Unmengen von Plastikmüll verstopft waren.
Forscher fanden über 30 Plastiktüten im Magen des verendeten Tieres.

Der "Daily Mail" berichtet über einen tot aufgefundenen Wal an der Küste Norwegens: Zum Artikel ->

Unsere Email an die Rothaus-Brauerei wurde sehr schnell und, zumindest gut erklärt beantwortet - siehe Eintrag vom 26-01-2017. Das hat uns gefreut und wenn wir uns jetzt ein "Tannenzäpfle" gönnen, dann bleibt die Alu-Banderole einfach an der Flasche :) 
Desweiteren haben wir die Brauerei  "Waldhaus" angeschrieben. Bei deren Flaschen ist das Alu fest geklebt und lässt sich nicht so einfach wegschieben und, wie wir vermuten, auch nicht so einfach recyceln. Leider hält sich "Waldhaus" bisher mit einer Antwort zurück... Wir berichten Euch, sobald sich die Herren zu einer Antwort bequemen sollten. 

MiCa

Auf Plastik zu verzichten, oder den Verbrauch zumindest extrem einzuschränken ist kein Hexenwerk. Es ist ganz einfach, wenn man mal angefangen hat!
Und nach einer Weile, wenn das Umfeld gemerkt hat das man jetzt doch nicht in die Erdhöhle zieht und nur noch Wurzeln isst ;) lassen komische Blicke und dumme Kommentare langsam nach...
Außerdem gibt es mittlerweile genug erschreckende Fakten und wissenschaftliche Belege dafür das ein Umdenken im Konsum von Kunststoffen nicht nur dringend erforderlich, sondern unsere verdammte Pflicht ist.

Wir verzichten z.B. auf Duschgel und Shampoo aus der Plastikflasche. Es gibt festes Shampoo (im Internet oder z.B. bei Naturseifen Freiburg, oder "Lush" in Freiburg), welches man ohne Verpackung kaufen kann. Zudem geht auch Haarewaschen mit Seife ganz gut. Seifen gibt es in jedem Drogeriemarkt in Pappkartons zu kaufen. Am Anfang heißt es ausprobieren welche Seifen einem liegen, ob die Haare wirklich ein Shampoo brauchen oder ob es auch nur mit Seife geht und wenn ja, welches Shampoo man verwendet und wie oft.

Die Rasur geht hervorragend mit Rasierseife und Pinsel, sofern es eine Nassrasur sein soll. Damit fällt auch die Rasierschaumdose (aus Alu) weg.

Es gibt zwar auch in den unverpackt-Läden Produkte zur Körperpflege, jedoch finden wir diese oft überteuert und mit ein wenig Suchen und Ausprobieren gibt es oftmals auch gute Alternativen im herkömmlichen Einzelhandel.
Eine gute Adresse für Seifen. Shampoos und Rasierseifen ist das Freiburger Familienunternehmen Naturseifen Freiburg.
Auch Cremes lassen sich sehr gut durch feste Produkte ersetzen.

Zahnpastatuben sind durch selbstgemachte Zanhcremes gut zu ersetzen - Rezepte dazu gibt es bei uns und im Netz.

Damit ist die Körperpflege schon einmal plastikfrei :)

Mülltüten für den Hausmüll lassen sich prima durch einige Lagen Zeitungspapier ersetzen - dafür muss man den Müll halt u.U. mal früher raus bringen.

Reinigungsmittel - da gibt es z.B. von Frosch sehr gute Universalreiniger. Die sind zwar auch in Plastikflaschen aber diese sind wenigstens recycelt.

Beim Einkaufen ist es ebenfalls gut möglich auf Folien und Tüten zu verzichten - Einkaufen auf dem Markt ist zudem viel lustiger als im Supermarkt :D Und selbst dort - wer sagt denn das ich mein Obst und Gemüse in Plastiktüten verpacken muss und nicht einfach lose abwiegen und auf die Kasse legen kann? Manchmal glaubt einem die Kassiererin nicht das man auch alles gewogen hat - na und? Soll sie nachwiegen... Spätestens wenn sie es ein paar Male gemacht hat glaubt sie dir beim nächsten Mal :D  

Aber auch der Verzicht auf das ein oder andere ist notwendig. Wenn es absolut keine Alternative zu eingepackten Lebensmitteln geben sollte, musst Du dir halt überlegen ob Du ausgerechnet dieses Produkt jetzt wirklich brauchst. Meistens stellt sich dann heraus das es auch anders geht...

Wenn man Toastliebhaber ist hat der Bäcker um die Ecke bestimmt auch eines - das schmeckt auch besser und wenn man seinem Bäcker vertraut weiß man auch was drin ist :D
Zudem ist Brotbacken kein Hexenwerk - schaut mal bei uns unter "Selbermachen" oder im Netz nach "5 minuten brotrezept", da gibt es jede Menge einfache Rezepte und die schmecken prima! 

Das Thema Metzger hatten wir ja schon in diesem Blog - nur soviel dazu: Hingehen mit eigenen, sauberen (!) Dosen und einfach fragen. Auch da findet sich bestimmt einer der gerne darauf eingeht.

Du siehst - es ist eigentlich ganz einfach, wenn man sich ein wenig Mühe gibt und nach Alternativen sucht.

Ganz wichtig - ignoriere komische Blicke und dumme Kommentare (z.B. an der Supermarktkasse), sei konsequent und verzichte notfalls, aber "Bohr die kein Loch ins Knie" ;) 
Es gibt Menschen die sogar ihre Matratzen wegwerfen und auf die Hängematte umsteigen - wer will, kein Thema, aber so extrem muss es ja auch nicht sein :D

Kunststoffe haben auch ihre Berechtigungen, es kommt auf den sinnvollen Einsatz und ein gesichertes Recycling an. Problematisch sind vor allem Folien, Tüten und sinnlose Umverpackungen.

Auf PET-Flaschen kann man ebenfalls sehr leicht verzichten, selbst wenn man keine Kisten schleppen kann. Es findet sich bestimmt ein netter Mensch der einem gelegentlich eine Kiste mitbringt. Außerdem bieten alle Getränkehändler auch Bringdienste an.

Problematisch sind außerdem noch Microplastikpartikel in Kosmetika. Diese sind, bislang nicht kennzeichnungspflichtig. Daher weiß man einfach nicht ob sich in der verwendeten Creme, Zahnpasta oder sonstigen Kosmetika Microplastik befindet. Im Zweifel heißt es dann selber machen oder überlegen ob es wirklich notwendig ist, dieses Produkt zu verwenden.
Allerdings bleibt zu hoffen das sie, wie in anderen Ländern bereits geschehen, auch in Deutschland verboten werden...

Soweit der erste Überblick, wie man anfangen kann Plastik einzusparen. Und wenn man mal damit angefangen hat will man gar nicht mehr aufhören... :D

Wir hoffen dem ein oder anderen eine Anregung geben zu können.

MiCa

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MiCa