Drucken
Zugriffe: 331

Auf Plastik zu verzichten, oder den Verbrauch zumindest extrem einzuschränken ist kein Hexenwerk. Es ist ganz einfach, wenn man mal angefangen hat!
Und nach einer Weile, wenn das Umfeld gemerkt hat das man jetzt doch nicht in die Erdhöhle zieht und nur noch Wurzeln isst ;) lassen komische Blicke und dumme Kommentare langsam nach...
Außerdem gibt es mittlerweile genug erschreckende Fakten und wissenschaftliche Belege dafür das ein Umdenken im Konsum von Kunststoffen nicht nur dringend erforderlich, sondern unsere verdammte Pflicht ist.

Wir verzichten z.B. auf Duschgel und Shampoo aus der Plastikflasche. Es gibt festes Shampoo (im Internet oder z.B. bei Naturseifen Freiburg, oder "Lush" in Freiburg), welches man ohne Verpackung kaufen kann. Zudem geht auch Haarewaschen mit Seife ganz gut. Seifen gibt es in jedem Drogeriemarkt in Pappkartons zu kaufen. Am Anfang heißt es ausprobieren welche Seifen einem liegen, ob die Haare wirklich ein Shampoo brauchen oder ob es auch nur mit Seife geht und wenn ja, welches Shampoo man verwendet und wie oft.

Die Rasur geht hervorragend mit Rasierseife und Pinsel, sofern es eine Nassrasur sein soll. Damit fällt auch die Rasierschaumdose (aus Alu) weg.

Es gibt zwar auch in den unverpackt-Läden Produkte zur Körperpflege, jedoch finden wir diese oft überteuert und mit ein wenig Suchen und Ausprobieren gibt es oftmals auch gute Alternativen im herkömmlichen Einzelhandel.
Eine gute Adresse für Seifen. Shampoos und Rasierseifen ist das Freiburger Familienunternehmen Naturseifen Freiburg.
Auch Cremes lassen sich sehr gut durch feste Produkte ersetzen.

Zahnpastatuben sind durch selbstgemachte Zanhcremes gut zu ersetzen - Rezepte dazu gibt es bei uns und im Netz.

Damit ist die Körperpflege schon einmal plastikfrei :)

Mülltüten für den Hausmüll lassen sich prima durch einige Lagen Zeitungspapier ersetzen - dafür muss man den Müll halt u.U. mal früher raus bringen.

Reinigungsmittel - da gibt es z.B. von Frosch sehr gute Universalreiniger. Die sind zwar auch in Plastikflaschen aber diese sind wenigstens recycelt.

Beim Einkaufen ist es ebenfalls gut möglich auf Folien und Tüten zu verzichten - Einkaufen auf dem Markt ist zudem viel lustiger als im Supermarkt :D Und selbst dort - wer sagt denn das ich mein Obst und Gemüse in Plastiktüten verpacken muss und nicht einfach lose abwiegen und auf die Kasse legen kann? Manchmal glaubt einem die Kassiererin nicht das man auch alles gewogen hat - na und? Soll sie nachwiegen... Spätestens wenn sie es ein paar Male gemacht hat glaubt sie dir beim nächsten Mal :D  

Aber auch der Verzicht auf das ein oder andere ist notwendig. Wenn es absolut keine Alternative zu eingepackten Lebensmitteln geben sollte, musst Du dir halt überlegen ob Du ausgerechnet dieses Produkt jetzt wirklich brauchst. Meistens stellt sich dann heraus das es auch anders geht...

Wenn man Toastliebhaber ist hat der Bäcker um die Ecke bestimmt auch eines - das schmeckt auch besser und wenn man seinem Bäcker vertraut weiß man auch was drin ist :D
Zudem ist Brotbacken kein Hexenwerk - schaut mal bei uns unter "Selbermachen" oder im Netz nach "5 minuten brotrezept", da gibt es jede Menge einfache Rezepte und die schmecken prima! 

Das Thema Metzger hatten wir ja schon in diesem Blog - nur soviel dazu: Hingehen mit eigenen, sauberen (!) Dosen und einfach fragen. Auch da findet sich bestimmt einer der gerne darauf eingeht.

Du siehst - es ist eigentlich ganz einfach, wenn man sich ein wenig Mühe gibt und nach Alternativen sucht.

Ganz wichtig - ignoriere komische Blicke und dumme Kommentare (z.B. an der Supermarktkasse), sei konsequent und verzichte notfalls, aber "Bohr die kein Loch ins Knie" ;) 
Es gibt Menschen die sogar ihre Matratzen wegwerfen und auf die Hängematte umsteigen - wer will, kein Thema, aber so extrem muss es ja auch nicht sein :D

Kunststoffe haben auch ihre Berechtigungen, es kommt auf den sinnvollen Einsatz und ein gesichertes Recycling an. Problematisch sind vor allem Folien, Tüten und sinnlose Umverpackungen.

Auf PET-Flaschen kann man ebenfalls sehr leicht verzichten, selbst wenn man keine Kisten schleppen kann. Es findet sich bestimmt ein netter Mensch der einem gelegentlich eine Kiste mitbringt. Außerdem bieten alle Getränkehändler auch Bringdienste an.

Problematisch sind außerdem noch Microplastikpartikel in Kosmetika. Diese sind, bislang nicht kennzeichnungspflichtig. Daher weiß man einfach nicht ob sich in der verwendeten Creme, Zahnpasta oder sonstigen Kosmetika Microplastik befindet. Im Zweifel heißt es dann selber machen oder überlegen ob es wirklich notwendig ist, dieses Produkt zu verwenden.
Allerdings bleibt zu hoffen das sie, wie in anderen Ländern bereits geschehen, auch in Deutschland verboten werden...

Soweit der erste Überblick, wie man anfangen kann Plastik einzusparen. Und wenn man mal damit angefangen hat will man gar nicht mehr aufhören... :D

Wir hoffen dem ein oder anderen eine Anregung geben zu können.

MiCa