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Bei einem Nachmittagsspaziergang entdeckt - hier hat das Elzwasser einige Plastiktüten an die Bäume gespült.

Mülltüten am Elzufer

Eine einfache, wenn auch erschreckende Antwort auf die Frage - "...und wie soll der Müll den ich gerade ins Gebüsch gepfeffert habe von hier aus ins Meer gelangen?..."

Unsere Heimat, Emmendingen, hat keine nennenswerte Großstadt in nächster Umgebung, geschweige denn im Einzugsgebiet der Elz. Sie kommt aus dem ländlichen Elztal geschlängelt. 
Dennoch finden wir bei jedem unserer Spaziergänge so einiges an Müll am Ufer und im Wasser. Wann endlich werden wir begreifen, das jeder Müll, den wir in die Landschaft werfen in irgendeiner Form, irgendwann wieder auf uns zurück kommt?
Abgesehen davon, soll es auch in der Elz Lachse geben und nicht nur die Wale sterben an Plastik im Bauch, auch unsere heimischen Tiere fressen unseren Plastikmüll und leiden und sterben daran.

Alleine schon der Begriff "Wegwerfen" ist irreführend und scheint bei einigen den Verstand zu beruhigen (oder, schlimmer: auszuschalten). Ein "weg" gibt es nicht, denn wo soll das sein? 
Auf unserem Planeten gibt es kein "weg" denn irgendwo muss der Müll ja hin. Einzig ein "aus den Augen, aus dem Sinn", oder "Ich seh es ja nicht mehr, dann ist es weg."
Doch spätestens wenn der Fisch den wir essen wollen voller Mikroplastik und Giftstoffen ist, wenn es uns an die eigene Gesundheit geht, dann gibt es wieder einen kurzen Aufschrei über die schlimme Umweltverschmutzung.
Der einzige Weg ist und bleibt zugleich auch der einfachste - einfach weniger - oder am besten kein - Plastikmüll mehr produzieren und mit dem der sich nicht vermeiden lässt sorgsam umgehen. Denn auch Plastikmüll kann Rohstoff sein - wenn er bewusst recycelt wird.

Auch das trügerische Gefühl "ich habe meine Plastiktüten und Kunststoffabfälle ja in den gelben Sack geworfen" trügt ganz leicht. Dazu muss man sich nur mal informieren wie viel und welcher Kunststoffmüll eigentlich wie recycelt werden kann und wird. (Infos dazu vom NABU).
Außerdem wird von manchem Artgenossen der, leicht zerreißbare, Gelbe Sack schon Tage vor dem Abholtermin ins Gebüsch gepfeffert, geht kaputt und wir wundern uns dann woher der ganze herum fliegende Plastikmüll herkommt und irgendwann in den Flüssen landet.

Wir haben es ausprobiert - auch ohne sich großartig verbiegen zu müssen, ist es ohne große Schwierigkeiten möglich seinen Plastikbedarf und Kunststoffmüll enorm zu reduzieren. Es muss ja nicht unbedingt gleich "zero-waste" sein, aber wenigstens die Bereitschaft etwas für unseren Planeten zu tun, einen bewussten Umgang mit den Ressourcen kann man doch wohl von uns Menschen erwarten, oder? 
Und wenn es nur aus Angst um die eigene Gesundheit ist...

Irgendjemand hat mal gesagt, der Mensch sei das intelligenteste Lebewesen - wenn man sich ansieht wie wir mit dem Planeten der ihn ernährt umgeht, kommen uns da durchaus Zweifel auf...

MiCa