Seit längerem schon stört uns die Alufolie an einem unserer Lieblingsbiere. Jetzt haben wir bei den Brauereien nachgefragt - hier die Antwort der Rothausbrauerei auf unsere Frage ob man die Alufolie am Flaschenhals nicht weglassen könne.

Email der Rothausbrauerei:

"Sehr geehrte Frau Balluch,

sehr geehrter Herr Kraft,

wir danken Ihnen für Ihre E-Mail vom 25. Januar 2017. Ebenso danken wir Ihnen für Ihre Kritik. Es ist sicherlich ein Thema, das uns schon lange intensiv beschäftigt, da wir bereits seit vielen Jahren so umweltschonend und nachhaltig wie möglich arbeiten. Informieren Sie sich auch gerne hier: http://www.rothaus.de/de/ueber-rothaus/heimat-umwelt/umweltschutz. So nutzen wir beispielsweise als eine von wenigen Brauereien 100-prozentigen Ökostrom aus der Region (Rheinfelden). 

Die Zäpfle werden häufig direkt aus der Flasche getrunken. Die Aluminiumfolien (Fachbegriff „Faltakapsel“) dienen so auch zum Schutz vor einer Verunreinigung des Flaschenhalses. Die Faltakapseln werden lediglich angedrückt. Aluminium lässt sich zudem ohne Qualitätsverlust mit geringem Aufwand immer wieder recyceln. Wir empfehlen unseren Kunden daher, die Faltakapseln an unseren Flaschen zu belassen, damit diese zurück in die Brauerei kommen und wir sie mit einer speziell dafür entwickelten Maschine wieder dem Recycling zuführen können. Immerhin über 50% unserer Kunden folgen dieser Empfehlung. Mehr als ein Appell an die Verbraucher, sich selbst umweltbewusst zu verhalten, ist hier leider nicht möglich. 

Bitte beachten Sie hierzu auch dieses Video, in dem unser Alleinvorstand Christian Rasch den Umgang mit der Faltakapsel erklärt: https://www.youtube.com/watch?v=UUfukQjXLSM   

Die Reste, die dann noch an den Flaschen verbleiben, haben für uns einen ökologischen Vorteil, da die Brauerei Rothaus eine der wenigen deutschen Brauereien ist, die eine betriebseigene, biologische Kläranlage betreibt. Für die optimale Funktion dieser Kläranlage sind so genannte Aluminatverbindungen erforderlich. Die an den Flaschen verbliebenen Aluminiumreste reagieren mit dem Reinigungsmittel in unserer Flaschenwaschmaschine zu diesen Aluminatverbindungen, die zu den belegbar guten Klärergebnissen unserer Kläranlage führen. Ein Verzicht auf die Flaschenhalsfolien würde den Zukauf von Aluminatverbindungen erforderlich machen.

Wir hoffen, dass unsere Argumentation Ihnen belegen kann, dass die Verwendung der Faltakapsel sowohl aus ökonomischen als auch ökologischen Blickwinkeln vertretbar ist und ein Verzicht auf die Faltakapsel für uns unter Berücksichtigung der genannten Punkte als nicht sinnvoll erscheint. Wir wünschen Ihnen weiterhin viel Genuss mit unseren Qualitätsbieren und eine gute Zeit.

Mit freundlichen Grüßen

BADISCHE STAATSBRAUEREI ROTHAUS AG"

Wir fänden es zwar immer noch schöner wenn Rothaus auf die Alu.Faltkapsel verzichten würde, aber in Zukunft werden wir diese an der Flasche belassen :)

Auf die Antwort an die Brauerei Waldhaus, welche wir ebenfalls auf die Alufolie am Flaschenhals angeschrieben haben warten wir noch. Hier klebt die Folie fest. Wir sind gespannt auf die Stellungnahme...

MiCa

Erster Versuch Verpackungen zu sparen waren unsere Einkäufe beim Metzger.
Na wenn das mal so einfach wäre, wie wir uns das gewünscht hätten....

Vorneweg - wir haben einen sehr guten Metzger unseres Vertrauens gefunden, der es sehr gut findet das wir unsere eigenen Dosen mitbringen und das verpackungslose Einkaufen mit vollem Herzen unterstützt.
Leider handelt er dabei gegen geltende Hygienevorschriften. Der Gesetzgeber macht es gewillten Fleischern nicht leicht, seine Waren in kundeneigene Behältnisse zu verpacken. Denn diese dürfen eigentlich nicht über die Theke gelangen. Also zumindest in eine Umverpackung muss die Ware, ehe sie allerhöchstens auf der Theke im kundeneigenen Behälter landet.

Das ist zwar umständlich, wäre aber wenigstens ein kleiner Fortschritt - denn was wir bei den allermeisten Metzgern erleben ist leider oft enttäuschend. Da geht gar nichts ohne mindestens doppelte Verpackung, geschweige denn in eigene Behältnisse.

Eigentlich sollte man dann so konsequent sein und auf den Einkauf dort verzichten, aber, wir müssen gestehen, das es nicht immer leicht ist....

Aber wir schaffen es immer besser geplant zu "unserem" Metzger zu gehen, mit Dosen und ohne Plastiktüten wieder heim zu kommen.

MiCa

Gestern haben wir uns die Deutschland-Premiere des Films "A plastic ocean" (www.plasticoceans.org) in Freiburg, im Grünhof angesehen.
Es geht um die schwerwiegenden Folgen unseres Kunststoffmülls für die Meere und deren Lebewesen, sowie für die Menschen die am und vom Meer leben.

Beeindruckend, schockierend - absolut sehenswert!

Wenn man sich mal die schrecklichen Folgen von Plastik für die Umwelt und auch für uns Menschen anschaut und verinnerlicht, können wir nur den Kopf schütteln über soviel Rücksichtslosigkeit von uns Menschen. Unser gedankenloser Umgang mit Kunststoffen ist erschreckend und es wird allerhöchste Zeit damit anzufanegn, einen bewussteren Umgang und möglichst einen Verzicht anzustreben
Ganz ohne Kunststoffe wird es nicht gehen, aber es gibt soviel unnütze Verwendungen von Plastik. 
Mit ein wenig Umsicht und Konsequenz ist es jedem von uns möglich dazu beizutragen diese Flut an Plastik auf unserem Planeten zu reduzieren.

Wem die gesundheitlichen Bedenken der Wissenschaft auf den eigenen Organismus egal sind (BPA - ist übrigens nur ein Übeltäter. Es gibt Unmengen an anderen Stoffen, welche das gleiche bewirken -, Östrogene, Weichmacher, etc.) - ok, aber was der daraus resultierende Abfall mit unserem Planeten und den Tieren macht, das darf keinem egal sein!

Vögel krepieren an Plastikstückchen, Fische reichern Mikroplastik und dessen Giftstoffe an, Robben strangulieren sich an Kunststoffstricken, Wale verschlucken kiloweise Kunststoff und schlussendlich vertilgen wir ja wiederum Fische und so schließt sich der Kreislauf und wir könnten unsere PET-Flaschen auch gleich selbst essen...

MiCa

Nachdem gründlichster Risikoabwägung sind wir zu dem Entschluss gelangt, das wir unseren Traum eines eigenen unverpackt-Ladens wohl bis auf weiteres auf Eis legen müssen.
Außerdem haben uns ein paar Dinge bei der Umsetzung gestört. Zum einen bekommen auch unverpackt-Läden ihre Waren teilweise in Plastikgebinden verpackt geliefert. Durch den weiteren unverpackten Verkauf wird zwar an weiterer Verpackung gespart, aber ganz unverpackt ist es eben nicht.

Außerdem hat sich, wie sollte es auch anders sein, ein Markt nach den Wünschen des unverpackt-Lebens entwickelt. Und zwar teilweise mit Preisen, die es in sich haben... Wir haben einige Produkte, speziell aus unverpackt-Läden ausprobiert und sind zu dem Entschluss gekommen, das es durchaus überteuerte Waren gibt. Speziell Körperpflegeprodukte lassen den Geldbeutel schnell abnehmen... Dabei gibt es auch im Supermarkt / Drogerieladen durchaus Alternativen, wie z.B. Seife im Karton.

Wir möchten natürlich weiterhin versuchen so plastikfrei wie eben möglich zu leben.
Um Euch dazu zu motivieren, zu unterstützen oder einfach nur einen Erfahrungsaustausch zu schaffen, wollen wir Euch an dieser Stelle über unsre Erfahrungen, Ideen, Eindrücke und Erlebnisse dabei berichten.

In Zukunft schreiben wir mehr oder weniger regelmäßig an dieser Stelle, was uns so einfällt, auffällt, leicht fällt oder auch schwer fällt wenn es darum geht die Plastikflut in unserem Alltag einzudämmen...

MiCa

Viele Infos haben wir gesammelt, neue wichtige Tipps bekommen und uns ein paar unverpackt-Läden angesehen. An dieser Stelle ganz besonderen Dank an Jens-Peter und Claudia Wedlich vom unverpackt-Laden "Schüttgut" in Stuttgart für die spontane und herzlich ehrliche Beratung!!

Was wir mittlerweile herausbekommen haben ist, das wir im relativ kleinen Emmendingen mit ziemlich großen Heruasforderungen konfrontiert werden bei der Eröffnung eines Ladengeschäfts. Ob wir diesen mit unseren bescheidenen Mitteln gewachsen sein werden? Da sind wir etwas vorsichtig geworden.
Hier vor Ort haben wir die Erfahrung gemacht, das verpackungsarmes, oder gar unverpacktes Einkaufen mit ein wenig Organisation durchaus bereits möglich ist.

Einige Einzelhändler sind geren bereit in mitgebrachte Behältnisse zu verkaufen und auf Plastiktüten zu verzichten. Die Versorgung mit guten Einzelhändlern ist bei uns in Emmendingen durchaus gegeben.
Anders sieht es bei Körperpflege- und Hygieneartikeln aus, sowie bei der Beschaffung von guten Behältnissen zur Aufbewahrung und Transport.


Daher orientieren wir uns zur Zeit in eine neue Richtung - einem online-Shop, der Euch das unverpackte Einkaufen, sowie die Versorgung mit  Körperpflege- und Hygieneartikeln erleichtern soll. Alles was man sich einzeln aus dem Netz zusammen suchen müsste - bei uns gebündelt in einem Shop!

Wir orientieren uns daher etwas um und halten Euch selbstverständlich an dieser Stelle auf dem Laufenden.
Schaut doch mal wieder rein - unsere Webseite wird sich in nächster Zeit immer mehr verändern....

Soweit das Aktuellste von Eurem MiCa-Team,
Mirella & Carsten

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Von Zeit zu Zeit verschieben wir unsere Einträge hierher...
Denn im Gegensatz zu facebook soll bei uns nichts verloren gehen :) 

MiCa